Interview Gründerin Svanja Kleemann von One Week Experience

Im Interview

Die digitale Moderatorin Carmen Hentschel berichtet über spannende Gründer im ganzen Land. Diesmal: Svanja Kleemann, Gründerin der One Week Experience

Welches Problem löst Ihr?

Viele junge Menschen sind orientierungslos bei der Studien- und Berufswahl und beginnen etwas, ohne tatsächlich zu wissen, ob es ihnen gefällt. Laut Statistischem Bundesamt haben in Deutschland 2015 fast 24 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung und 28 Prozent der Studierenden ihr Studium vorzeitig abgebrochen – das zeigt eindeutig, dass viele unzufrieden sind und da möchten wir Abhilfe schaffen. Unser Ziel ist, dass jede*r einen Zukunftsweg einschlägt, der den eigenen Interessen und Talenten entspricht, glücklich macht und dann eben nicht abgebrochen bzw. gewechselt werden muss.

Für wen?

Unsere beiden kostenlosen Orientierungsprogramme One Week Student und One Week Azubi richten sich an alle Interessierten. Es nicht Voraussetzung, noch Schüler*in zu sein.

Was hat Dich inspiriert, die One Week Experience zu gründen?

Das ganze Projekt ist aus einer Selbsterfahrung entstanden. Denn obwohl ich als Abiturientin fast alle Orientierungsangebote wahrgenommen habe, wurde mir im Studium ziemlich schnell klar, dass ich mich anders entschieden hätte, wenn ich zuvor einen authentischen Einblick erhalten hätte. Da kam mir die Idee der Schnupperwoche. 2012 haben wir dann One Week Student gelauncht.

Was bringt Dich morgens dazu, aufzustehen?

Mich motiviert es ungemein dieses gesellschaftliche Problem zu lösen und den nächsten Generationen etwas zu bieten, das ich mir selbst einmal gewünscht hätte. Vor allem aber stehe ich jeden Tag auf und kämpfe jeden Tag, weil One Week Experience tatsächlich gebraucht wird, wir von den Schüler*innen und sogar von den Studierenden und Auszubildenden die Rückmeldung erhalten, dass ihnen unsere Programme sehr geholfen haben. Zu guter Letzt gibt mir insbesondere eine Sache viel Kraft: Ich sehe meinen Sinn des Lebens darin, einen nachhaltigen Beitrag für eine „bessere Welt“ und Lösungen sozialer Probleme zu leisten.

Wie groß ist Euer Team?

Unser Team besteht derzeit aus zwölf Angestellten und sechs Ehrenamtlichen sowie Praktikanten.

Interview Gründerin Svanja Kleemann mit Vorstellung des Teams

Welche Teamkultur pflegt Ihr?

Jetzt gerade sitzen meine Kollegen beim Feierabendbier(es ist 19:40 Uhr) – dort sollte ich eigentlich auch sein und werde ich gleich noch hin gehen. Was unsere Kultur ausmacht ist Leidenschaft, Kreativität, eine unglaubliche Leistungsbereitschaft, Verständnis füreinander und vor allem: Spaß! Natürlich ist Arbeit manchmal auch Arbeit und man muss als Startup hart kämpfen – als Social Startup insbesondere.

Was kannst Du besonders gut?

Mit Leidenschaft überzeugen, andere mitreißen, zuhören und von anderen lernen, planen, den Überblick behalten und stetig neue Ideen entwickeln – und ganz besonders gut: kämpfen! Ohne das gäbe es One Week Experience schon lange nicht mehr.

Wo siehst Du Euch in 5 Jahren?

In 5 Jahren sind wir die global führende Plattform für den Reality Check bei allen Entscheidungen, die zukunftsweisend sind in unserem Leben – insbesondere bei der Studien- und Berufswahl.

Was sucht Ihr aktuell? (Kooperationen, Investments, Knowledge, Support in bestimmten Bereichen…)

Wir suchen Unternehmen, die mit uns innovativ sein sowie engagierte Schüler*innen und Studierende kennenlernen wollen. Außerdem öffnen wir uns nun auch ausländischen Hochschulen und suchen dafür Vorreiter. Dieses Jahr soll es außerdem eine zweite Impact Investment Runde geben, wofür wir ebenfalls passende Investoren suchen. Abgesehen davon freuen wir uns über jede Art von Support – denn, wie ich bereits erwähnte: Ich (und das gilt auch für meine Team) lerne sehr gerne von anderen!

Die One Week Experience im Netz:

oneweekexperience.de

Snapchat: owe_snaps

facebook.com/oneweekexperience

twitter.com/owe_tweets

Carmen Hentschel

Moderatorin für digitale Events

Foto: Moderation für Innovation Alliance, mit Prof. Dr. Nicolas Burkhard

Zu mir:

Digitale Themen sind meine Leidenschaft. Ich beschäftige mich mit Fragen wie: Welche Techniken werden unser Leben beeinflussen? Wie sieht unsere Zukunft aus? Welche moralischen Fragen sollten wir uns stellen bei der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz? Wie gestalten wir neue Formen der Gemeinschaft, in der Arbeit (New Work), in unseren Lebenräumen (Smart City) sowie im internationalen Dialog?

Diese Leidenschaft bringe ich in meine Arbeit ein, wenn ich für meine Auftraggeber digitale Events, Konferenzen und Podiumsdiskussionen moderiere. Ich gestalte mit ihnen lebendige, gerne auch interaktive Events, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Dabei arbeite ich international für den Mittelstand, Ministerien und DAX-Unternehmen. Sprechen Sie mit mir!

Mehr über mich als Moderatorin für digitale Events erfahren Sie hier:

Moderation Digitalisierung
2017-05-04T12:30:25+00:00